In vier Schritten zur Vergebung

Der Psychologe Robert Enright hat ein Modell für den Weg des Verzeihens entwickelt, der sich in vier Abschnitte gliedern lässt.

  1. Bewusstes Durchleben: Zunächst untersuchen wir als Betroffene eine emotionale Wunde, an deren Folgen wir leiden, und durchleben dabei bewusst Gefühle wie Zorn, Trauer oder Hass.
  2. Entschluss, zu vergeben: Um uns aus der alten Verstrickung zu befreien, entscheiden wir, uns auf das Verzeihen einzulassen, indem wir uns bewusst machen, welche Vorteile damit verbunden sind.
  3. Verständnis: Wir beginnen, an einer neuen Sicht auf den Menschen zu arbeiten, der uns das Leid zugefügt hat. Wir versuchen, Verständnis zu entwickeln, ohne die Tat zu entschuldigen. Wir lernen, das Unrecht, das uns widerfahren ist, als unumkehrbar zu akzeptieren und auf Reaktionen wie Rückzug, Angriff oder den Wunsch nach Rache zu verzichten.
  4. Akzeptanz: Schließlich enthüllt sich die Erkenntnis, dass es guttut, schmerzliche Gefühle und Verhaltens weisen loszulassen und durch Mitgefühl, Großzügigkeit und Wohlwollen zu ersetzen.

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